Die katholische Hörfunkarbeit

Seit 50 Jahren für Deutschland und die ganze Welt

 Foto: © Jürgen Acker|www.pixelio

 
















Seit fast fünfzig Jahren organisiert das „Katholische Hörfunkreferat“ die katholischen Verkündigungssendungen im Nationalen Hörfunk und im deutschsprachigen Auslandsradio Deutsche Welle. Von seiner Gründung 1960 bis nach der Wende war der Deutschlandfunk in Köln das nationale deutsche Hörfunkprogramm. Daneben gab es mit dem RIAS, dem „Rundfunk im amerikanischen Sektor“, einen zweiten Sender, der deutschlandweit zu hören war. Für die Verkündigungssendungen im RIAS war die Katholische Rundfunk- und Fernseharbeit im Bischöflichen Ordinariat Berlin (West) verantwortlich. 

Mit dem Mauerfall im November 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 1990 gab es eine Reihe von Veränderungen in der deutschen Rundfunklandschaft. Im Januar 1994 wurde der neue nationale Hörfunksender geboren. Man gab ihm den Namen „Deutschlandradio“.  Es hat zwei Programme und Funkhäuser in zwei deutschen Städten. Das eine Programm ist der Deutschlandfunk in Köln. Dieser bekannte Markenname wurde übernommen. Neu ist das Deutschlandradio Kultur, das zunächst den Namen DeutschlandRadio Berlin hatte. Es ist entstanden durch die Zusammenfügung des RIAS und des DS-Kultur, einem kulturorientiertes Hörfunkprogramm aus Ost-Berlin, das von Mai 1990 bis Dezember 1993 existierte (Wikipedia). Das Funkhaus Berlin ist das alte Rias-Funkhaus in Berlin.

Auch das Katholische Hörfunkreferat in Köln und die Katholische Rundfunk- und Fernseharbeit in Berlin wurden von diesen Entwicklungen betroffen. Mit der Gründung des neuen nationalen Hörfunks wurde zum einen die Gesamtaufgabe des Katholischen Hörfunkreferats erweitert. Es war nun für das Deutschlandradio insgesamt und für den Hörfunk und das Fernsehen der Deutsche Welle zuständig. Gleichzeitig wurden die Zuständigkeiten für die Standorte Köln und Berlin geteilt.

Dr. Silvia Becker verantwortet seit 2008 als Leiterin der Katholischen Hörfunkarbeit die Sendungen im Programm Deutschlandfunk aus dem Funkhaus Köln und beim Hörfunk der Deutschen Welle (Bonn). In seinen Anfangszeiten, von 1961 bis 1971, hat Prälat Johannes Becker aus Neuss das Hörfunkreferat geleitet. Danach hat Domvikar Dr. Hans Dieter Schelauske aus Köln die Position des Senderbeauftragten für Deutschlandfunk und Deutsche Welle von ihm übernommen. Der Redemptoristenpater Prof. Dr. Klemens Jockwig, leitete von 1980 bis 1996 das Hörfunkreferat. Am 17. Juni 1990 übertrug er den ersten Gottesdienst im Deutschlandfunk aus einer ostdeutschen Stadt – aus Dresden. Im Jahr 1996 hat Pater Klemens Jockwig nach 16 Jahren die Leitung des Hörfunkreferats an Pater Ulrich Behlau, ebenfalls Redemptonist, übergeben, der 2007 in den Ruhestand ging. P. Clemens Jockwig hat es nach Trier gezogen, wo er bis heute in der Gesprächs- und Telefonseelsorge tätig ist. P. Ulrich Behlau ist auch nach seiner Pensionierung weiterhin und verstärkt in der Krankenhausseelsorge tätig. Im März 2009 ist das Katholische Hörfunkreferat von Köln nach Bonn umgezogen und hat neue Räumlichkeiten im Böhler-Haus der Deutschen Bischofskonferenz bezogen.

In Berlin ist Pfarrer Lutz Nehk seit 2001 für das Programm Deutschlandradio Kultur und DW-tv verantwortlich. Mit der Verteilung der Zuständigkeiten zwischen Berlin und Köln betreute der Berliner Hörfunkbeauftragte Prälat Wolfgang Knauft die katholischen Verkündigungssendungen im DeutschlandRadio Berlin (später Deutschlandradio Kultur). Er war zuvor bereits zuständig für den RIAS Berlin. Er hatte diese Funktion bis zu seiner Pensionierung 1996 inne. Auf ihn folgten der heutige Weihbischof Dr. Matthias Heinrich bis 1998 und schließlich bis 2001 Pfarrer Peter, der heute Pfarrer in der Auslandsseelsorge ist.

 Auch nach der Neustrukturierung des nationalen Hörfunks sind im Deutschlandfunk die Sendungen „Am Sonntagmorgen“ und „Morgenandacht“ erhalten geblieben. Die Katholische Hörfunkarbeit in Bonn verantwortet auch die Gottesdienstübertragungen im Deutschlandfunk und im Hörfunkprogramm der Deutschen Welle. Die Katholische Hörfunkarbeit in Berlin ist betreut das „Wort zum Tage“ und die Sendung „Feiertag“ im Programm von Deutschlandradio Kultur.

Die „Katholische Hörfunkarbeit für Deutschlandradio und Deutsche Welle“ ist eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz. Die Beauftragenten werden für jeweils drei Jahre von den deutschen Bischöfen ernannt.

Christina Höwelhans