Feiertag |7.05 Uhr |Deutschlandradio Kultur

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Beiträge der evangelischen Kirche
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4. Juli 2010 Herma Brandenburger aus Eberholzen
Familie heute - ein Wagnis am Abgrund?

Kaum je zuvor waren die Erwartungen innerhalb der Familie so hoch wie heute. In Familie werden wir jedoch nicht wie ins Paradies hineingeboren. Sie sollte aber der gute "Ackerboden" sein, in dem jeder einzelne verwurzeln und gedeihen kann. In der Familie wird nicht zuletzt auch die Grundlage für unsere Weltanschauung gelegt. Dort lernen wir, dass der Mensch sich nicht alles selbst verdankt, sondern dass Gott allein das Maß aller Dinge ist und der Urheber allen Seins. Wenn SEIN Segen zu allem, was wir sind und tun erbeten wird, kann Leben trotz allem gelingen.
   
18. Juli 2010 P. Johannes Kleene OP aus Mainz
Eine Klostertour quer durch die Ordensgeschichte

Benediktiner, Kartäuser, Zisterzienser Franziskaner, Dominikaner, Jesuiten - die christlichen Mönchsorden und Frauenklöster haben in Europa ihre vielfältigen Spuren hinterlassen bis heute, bis in die Gegenwart. In der Geschichte haben die Orden nicht selten Reformen angestoßen und der Kirche geholfen, sich zu erneuern. Sie sind auch heute noch geistliche Zentren, wollen Lebenskraft schenken und eine Ahnung von der Schönheit Gottes vermitteln. Der menschliche Umgang, die Lebenskultur und die Freundlichkeit wie auch die Schönheit der Gebäude und Kirchen ziehen nicht wenige an. Eine sommerliche Reise durch die Ordens- und Klostergeschichte.
  
1. August 2010 Jens Daniel Schubert aus Dresden
"Und willst Du nicht mein Bruder sein .…" Von einem ganz besonderen Verhältnis

Kain erschlug Abel, Joseph wurde von seinen Brüdern verkauft und von den "Russen" sagte man in der DDR: "Klar sind die unsere Brüder, Brüder hat man, Freunde kann man sich aussuchen!" Ich selbst habe drei Brüder. Unser Verhältnis ist gut – inzwischen. Brüder sind nicht wie Freunde. Sie können sogar zu Feinden werden. Und doch will Jesus unser Bruder sein und verpflichtet uns, untereinander zu sein wie Geschwister. Was bedeutet das, den Nächsten als einen Bruder, als eine Schwester zu sehen? Geht das überhaupt? Und lässt sich von Familie auf Gemeinde schlussfolgern?
  
15. August 2010 Pfarrer Lutz Nehk aus Berlin
Maria, Königin der Märtyrer

Die Kirche feiert heute das „Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel“. Die Vorstellung, dass die Mutter Jesu direkt nach ihrem Tod die Herrlichkeit Gottes schauen durfte, hat die Marien-Frömmigkeit der Menschen sehr beflügelt. Sie ist nicht nur einfach bei Gott, sie ist unsere mächtige Fürsprecherin an seinem Thron. Die Menschen haben ihr unzählige Titel und Patronate gegeben. Einer dieser Titel ist „Königin der Märtyrer“. Wie geht das, wo Maria doch eines natürlichen Todes gestorben ist? Wo und wie wird sie in dieser „Rolle“ verehrt? Hat das etwas mit unserer Zeit zu tun? Der Beitrag geht diesen Fragen nach.
            
29. August 2010 Harald Schwillus aus Halle (Saale)
Esst und trinkt - von Mahl und Gemeinschaft

Kein festlicher Staatsempfang ohne gemeinsames Tafeln, keine gelungene Familienfeier ohne gemeinsames Essen – wenn wir Menschen unsere Gemeinschaft feiern oder sie festigen wollen, dann gehört das Mahl in allen Kulturkreisen dazu. Auch die Bibel ist voll von Tisch- und Essensszenen. Jesus von Nazareth selbst nutzt das Symbol "Mahl" immer wieder in seinen Gleichnissen und Reden – und setzt sich auch mit denen zu Tisch, mit denen "man" nicht gemeinsam isst. Und schließlich schenkt er mit dem Letzen Abendmahl vor seinem Leiden und Sterben seinen Jüngern und der Kirche die bleibende Gemeinschaft mit ihm.
                     
12. September 2010 Ralf Birkner aus Bonn
"Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben" Eine Woche vor dem Weltarmutsgipfel

Vom 20. - 22. September 2010 treffen sich die Staats- und Regierungschefs von 192 Staaten bei der UN in New York um darüber zu beraten, was in den kommenden fünf Jahren zur wirksamen und notwendigen Bekämpfung von Armut und Hunger getan werden muss. Die Sendung beleuchtet das Ausmaß der humanitären Katastrophe der weltweiten Armut im 21. Jahrhundert. Welche moralischen und ethischen Verpflichtungen die Regierungen haben und was insbesondere die Kirchen fordern wird ebenso dargestellt, wie auch konkrete Empfehlungen für Mitmachaktionen und Veranstaltungen in den Tagen vor dem Gipfel.
  
26. September 2010 Elena A. Griepentrog aus Berlin
Zwischen Ich und Wir - die ewige Zerreißprobe des Menschen

Die Geschichte des Menschen ist ein ewiges Pendeln zwischen persönlicher Freiheit, die aber bisweilen recht kalt sein kann und dem Schutz einer Gruppe, die wiederum die eigene Persönlichkeit leicht einengt. Momentan scheinen die Zeichen eher auf ICH zu stehen. Doch der Mensch braucht beides, um glücklich zu sein, ein gesundes, freies Selbst und die Geborgenheit einer Gruppe. Wie und warum hat sich das Verhältnis zwischen Ich und Wir in Deutschland seit dem Krieg verändert? Wie können wir auch heute eine gesunde Balance finden zwischen Individualität und Gemeinschaft, zwischen Entfaltung des Selbst und Gemeinsinn?
                 
10. Oktober 2010 Stefan Förner aus Berlin
Einfach mal nichts sagen - vom Wert des Schweigens
                       
Wer nichts sagt, ist tot, weil er nicht mehr wahrgenommen wird, nicht mehr vorkommt. Wer allerdings meint, deswegen ständig zu allem etwas sagen zu müssen, irrt. Denn wer trotz des damit verbundenen Risikos auch mal schweigt, steht in einer guten, allerdings ein wenig verschütteten Tradition: Jesus bückt sich und schreibt mit dem Finger auf die Erde, anstatt auf die Fangfrage der Pharisäer und Schriftgelehrten zu antworten. "Si tacuisses, philosophus mansisses" hat man uns nicht nur beigebracht, um den Konjunktiv Plusquamperfekt zu lernen. Nicht nur die Jesuiten empfehlen Schweigeexerzitien und manche Ordensleute haben sich ganz dem Schweigen verpflichtet. Aber auch im Alltag kann es besser sein, einfach mal nichts zu sagen .
   
24. Oktober 2010 Pfarrer Paul Magino aus Wendlingen am Neckar
Missbrauch - Aufklärung als Befreiung
                
7. November 2010 Theresia Kraienhorst aus Pfingstberg
Die Lübecker Märtyrer - ökumenisches Zeugnis für Jesus Christus

„Aus Hass auf den Glauben“ wurden sie am 10. November 1943 in Hamburg enthauptet - deshalb hat Papst Benedikt XVI. am 1. Juli 2010 drei katholische Priester aus Lübeck als Märtyrer anerkannt:
Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller; mit ihnen zusammen starb der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink.
Die vier Männer haben von der Kanzel und in Flugschriften gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten protestiert. Diesen Mut haben sie mit ihrem Leben bezahlt - „ihr Blut floss ineinander“, heißt es im Augenzeugenbericht ihrer Hinrichtung. Deshalb werden sie die Lübecker Märtyrer genannt. Und als solche dürfen sie dann künftig auch verehrt werden: Im Juni 2011 findet in Lübeck die Seligsprechung statt – und das ganz sicher in guter ökumenischer Verbundenheit.

   
21. November 2010 Ute Eberl aus Berlin
"Geh bis an deiner Sehnsucht Rand" Wenn Menschen mit dem Himmel rechnen

Wer mit dem Himmel rechnet, trägt hier und jetzt schon ein Gewand der Sehnsucht. Wie sich dieses Gewand im Alltag anfühlt, eher kratzig oder eher wärmend  – davon erzählen Menschen, die glauben, dass vom Himmel tatsächlich jetzt schon auf Erden etwas zu spüren ist – aber längst nicht alles!
   
 5. Dezember 2010 Joachim Opahle aus Berlin
"Tauet ihr Himmel" Von Gottes Menschwerdung und Wiederkunft

Die adventlichen Motive der Menschwerdung und Wiederkunft Christi erzählen von einem Gott, den es geradezu unbändig drängt, Geschöpf seiner Schöpfung zu werden. Beim Warten auf Gott ist es wie beim Warten auf einen geliebten Menschen: zwei treten in eine Beziehung. Die Zeit dazwischen wird zu einer erfüllten Zeit.
    
19. Dezember 2010 Juliane Bittner aus Berlin
"Heiligabend-Christentum" Von der Sehnsucht nach Weihnachten
                            
Aus dem CD-Laden tönt "Stille Nacht" über den Markt am S-Bahnhof. Der Plattenbau dahinter hat 42 Balkons. Knapp über die Hälfte sind geschmückt mit Lichterketten. Hinter den Fenstern Christbäume, Schwibb-Bögen, ein Herrenhuter Stern leuchtet sanft. Advent in Berlin-Marzahn. Was hatten Sie denn erwartet: Kampfhunde an der Krippe, Hammer und Zirkel, vergoldet, am Tannenbaum? An der besonderen Weihnachtsstimmung ist abzulesen, was sich Menschen vom Christentum für ihr Leben überhaupt noch erhoffen. Eine Sehnsucht nach dem "Mehrwert" des Lebens schimmert durch die Lichter der großen Stadt.
   
26. Dezember 2010 Thomas Meurer aus Rinkerode
Joseph, Nährvater der heiligen Familie und Patron der Patchworkväter